«Wenn wir das Flüstern des Körpers nicht hören, dass etwas aus der Balance geraten ist, beginnt er zu schreien.»
Lissa Rankin
lebendig sein
Ist das nicht immer ein Moment, in dem der Puls schneller schlägt, der Verstand wach und im Augenblick der Ereignisse gebannt ist und wir jetzt nirgends woanders sein wollen als hier und jetzt?
Das kann beim Hören von Musik passieren oder beim Tanzen dazu. Nach dem langen, mühsamen Aufstieg auf einem Berggipfel zu stehen, Nachts nackt im See zu baden oder bei kontroversen, doch ehrlichen Gesprächen über Gott und die Welt…
Jung und unvoreingenommen, ereignen sich viele lebendig-sein-Momente. Älter geworden, dreht man sich um und schaut dieser Lebendigkeit in anderen hinterher, wenn sie lachend an einem vorbei laufen. Wie geschieht es, dass mit dem Älter werden, Steifheit in Kopf und Glieder einzieht?
lebendig bleiben
„Weißt du noch?“ „Es wäre schön, wenn wir mal wieder…“ – sind gesagte Worte, wenn uns die Erinnerung an das Lebendig-sein streift. Wie konnte die so allumfassende Erfahren in Vergessenheit geraten? – Zugzwang?
Wie kann der Lebenswind einen soweit vom Kurs abbringen, dass es regelrecht wieder erlernt werden muss, sich lebendig zu fühlen? – Anhaftung?
Haben wir Brotkrumen ausgestreut, um den Weg zurück zu finden? Ist es so einfach, das wir nur mal wieder auf das Motorrad steigen und mit der Geschwindigkeit verschmelzen müssen oder ans Meer zu fahren und in der salzigen Weite die Arme auszubreiten?
der Körper
sein oder haben
Wenn man jung ist, fühlt man sich in seinem Körper lebendig. Das schütteln und drehen beim Tanz, das Malen von Buchstaben auf nacktem Bauch, das Prickeln von kalten Getränken im Magen, der Duft von süßen Teilchen beim rein beißen oder der Sand unter den Füßen, in dem man so ganz leicht versinkt, beim Hineinhechten in das brandende Meer. Momente, in denen wir eins sind mit unserem Körper, lebendig und lebensfroh mit ihm verschraubt.
Doch dann verstauchen wir uns beim Tanzen den Knöchel, lacht uns jemand aus, wegen einer Besonderheit des eigenen Körpers oder treten auf einen Nagel im Sand.
Wir werden vorsichtiger, der Blick versucht voraus zu schauen, die Hüften werden steifer. Ein kleiner Riss entsteht in der Tiefe zwischen Körper und Vertrauen.
Nach der Schwangerschaft nimmt der Körper nicht mehr richtig ab. Immer mehr Haare liegen im Abflusssieb. Nach der Grippe braucht es lang, bis die ganze Energie zurück ist und im Spiegel schaut eine Person mit tiefer werdenen Falten zu einem zurück.
„Das ist einfach nicht mehr der Körper, den ich einst kannte.“
Wenn wir jung und unbeschwert sind, empfinden wir, dass wir der Körper sind. Seine Vitalität, spiegelt unsere Lebensfreude, seine Beweglichkeit unsere Grenzenlosigkeit. Doch zu irgend einem Zeitpunkt treten Schwierigkeiten auf. Die Gelenke werden steifer oder schwellen an, nach dem Essen ist man müde und der Magen drückt, piksende Schmerzen durchlaufen die Füße und lassen einen Nachts nicht schlafen…
Von da an betrachten wir unseren Körper wie unser Auto: wir gehen damit in die Werkstatt und fragen den Mechatroniker nach einer Reparatur.
Selbstverständlich ist der Gang zum Arzt das richtige und wenn er helfen kann, ist das sehr erleichternd. Doch hier geht es um die Frage, wie wir mit dem Körper umgehen, welches Verhältnis wir zu ihm haben. Und ob uns ein umfassenderes Verständnis des Körpers helfen kann, unsere Lebendigkeit zu erhalten oder sie zurück zu bringen?
«Nicht eine Summe, sondern eine Ganzheit, nicht einen Haufen, sondern eine Organisation, nicht eine Topographie, sondern eine Architektonik, zeige den Menschenkörper.»
Hans Petersen
Anatomie
Sprechen wir über den Körper, meinen wir eigentlich die materielle Erscheinung. Biologisch ist er eine Einheit, ein Organismus, in dem ein Rädchen ins andere greift. Unglaublich ausgeklügelt erscheint der Aufbau und erstaunlich präzise die Abgestimmtung der einzelnen Funktionen zum ganzheitlichen Wirken, dass wir tagtäglich so hinnehmen und es als ‚Ich‘ bezeichnen.
Der materielle Körper
- Skelett
- Muskeln/Nerven
- Organe
- Haut
Um sich einen Überblick über die Anatomie des menschlichen Körpers zu verschaffen, können wir den Körperatlas von der Apotheken Umschau nutzen.
KÖRPERATLAS: Einblicke ins Innenleben
Reisen Sie durch den menschlichen Körper und lernen Sie Organe, Muskeln, Skelett und Nervensystem kennen.
der energetische Körper
Zu meinen, mit der Anatomie haben wir den Körper verstanden, ist zumeist ein Trugschluss. Auch wenn der westliche Mediziner mit Skalpell, Stetho- und Mikroskop nichts anderes verarztet, als körperlich manifestierte Gebrechen, zeigt uns der östliche Arzt erstaunliche andere Methoden.
Mit der Betrachtung von Zunge und Gesicht, erkennt der geschulte österliche Mediziner den Zustand des betreffenden Körpers. Bei der zusätzlichen Pulsdiagnose, am rechten und und linken Handgelenk, gibt der Körper über 28 verschiedene Pulsqualitäten Auskunft über seinen Gesundheitszustand.